Informationen zu den iPad-Klassen

Liebe Eltern der kommenden 7. Klassen in Bergedorf und Uhlenhorst,

ab dem kommenden Schuljahr hat Ihr Kind in jeder Unterrichtsstunde ein neues Lernwerkzeug dabei: ein persönliches Schul-iPad. Es wird den Unterricht auf verschiedene Weise bereichern, da es ganz neue Möglichkeiten bietet – z.B. individuelles Üben und Vertiefen in eigenem Tempo. Am Ende des Schultages nimmt Ihr Kind das Gerät mit nach Hause, nutzt es für Hausaufgaben und bringt es am nächsten Morgen geladen wieder mit.

Im Folgenden haben wir wichtige Fragen zusammengestellt, die beim letzten Elternabend gestellt wurden oder darüber hinaus von Interesse sein könnten. Mit einem Klick auf die jeweilige Frage können Sie die dazugehörige Antwort ausklappen.

Welches iPad wird angeschafft?

Für den kommenden Jahrgang (2022/23) wurde das aktuellste 10,2-Zoll-iPad der 9. Generation angeschafft. Es ist 2021 erschienen und hat 64 GB Speicher.

Warum ein Tablet der Firma Apple?

Im Bereich der Tablets ist Apple nach wie vor Marktführer. Dies gilt besonders auch für den Bildungsbereich. Der Großteil der Schulen, die Tablet-Klassen einsetzen, verwendet dafür Apple-Geräte. Dies hat seine Gründe:

  • iPads sind leicht und intuitiv zu bedienen.
  • Sie laufen sehr stabil, so dass ein Neustart nur selten nötig ist.
  • Die App Apple Classroom bietet den Lehrkräften eine sehr ausgereifte Möglichkeit, im Unterricht zu steuern wie die Ipads genutzt werden sollen.
  • Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist die “Apple-Welt” in sich relativ geschlossen. Diese Einschränkung bedeutet ein höheres Maß an Sicherheit.
  • Dadurch dass wir in jedem Unterrichtsraum Apple-TVs installiert haben, kann der Bildschirminhalt eines iPads leicht am Smartboard gezeigt werden.
  • Die Beliebtheit der Apple-Geräte sorgt dafür, dass eine Vielzahl an pädagogisch nützlichen Apps zur Verfügung steht.
  • Die Geräte sind zwar nicht die günstigsten, aber dafür hochwertig und langlebig.
  • Das Geschäftsmodell der Firma Apple besteht darin, mit verhältnismäßig teuren, aber hochwertigen Geräten Geld zu verdienen. Die Konkurrenz Google, die mit Android das Betriebssystem für die meisten anderen Tablets bereitstellt, versucht wiederum vor allem mit Werbung Einnahmen zu generieren. Personalisierte Werbung erfordert jedoch das Sammeln persönlicher Daten. Mit anderen Worten: Während Google davon lebt, so viel wie möglich über seine Nutzerinnen und Nutzer herauszufinden, ist Apple nicht darauf angewiesen. Auch wenn wir nicht wissen können, was sich hinter den Versprechungen dieses Weltkonzerns verbirgt, ist zumindest davon auszugehen, dass Apple ein deutlich größeres Interesse hat, Datenschutz ernst zu nehmen.

Welchen "Lebenszyklus" sollen die iPads haben? Wie viele Jahre soll ein Modell halten?

Im Moment planen wir so, dass das angeschaffte Modell die ganze Sekundarstufe I hindurch halten soll, also von Klasse 7 bis Klasse 10.

Welche Kosten fallen an?

Wie in der Elternbeitragsordnung des Schulvertrages angegeben, stellt und verwaltet die ahfs die iPads gegen eine monatliche Nutzungsgebühr von 15,- Euro. Diese Gebühr setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:

  • die Miete, um die Anschaffungskosten für das iPad zu decken
  • eine Versicherungsgebühr zur Absicherung im Schadensfall: Wenn es zu einem unverschuldeten Schaden kommt, ersetzt die ahfs das iPad mit einem gleichwertigen Gerät. Nähere Informationen finden Sie in der entsprechenden Frage weiter unten.
  • die Beiträge für kostenpflichtige Apps und App-Abonnements: Einige Lernplattformen können nur mit einer monatlichen Gebühr verwendet werden.

Die Anschaffung der digitalen Lehrbücher ist nicht in der Monatsgebühr enthalten. Sie erfolgt nach wie vor durch die Eltern am Anfang des Schuljahres.

Führt das iPad zu besserem Lernen?

Im Internet macht sich seit einigen Jahren ein gewisser Digitalisierungshype bemerkbar: Es wird oft der Eindruck erweckt, dass die Nutzung digitaler Medien automatisch zu größerem Lernerfolg führt. Diesen Optimismus teilen wir so nicht. Die digitale Technik birgt Vorteile und Chancen, aber auch konkrete Gefahren sowie Hindernisse für gutes Lernen. Unser Wunsch ist – in Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Kind – das Bestmögliche aus dem iPad herauszuholen und dabei die Nachteile so weit wie möglich zu minimieren. Dann wird das iPad eine wertvolle Ergänzung im Unterrichtsgeschehen sein und die Kinder optimal auf die immer digitaler werdende Welt vorbereiten. Einige Vorteile von schulisch genutzten iPads haben wir in der folgenden Antwort zusammengestellt.

Welche schulischen Vorteile bietet das iPad?

Zum einen ist die Einführung der iPad-Klassen natürlich ein wichtiger Schritt, die Schülerschaft auf die zügig voranschreitende Digitalisierung in der Arbeitswelt vorzubereiten. Der Umgang mit dem Gerät an sich und den verschiedenen Apps und Online-Plattformen sowie die Vermittlung der dafür notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen legen eine solide Grundlage für die Anforderungen im Berufsleben.

Gleichzeitig bietet das iPad aber auch Vorteile im Schulalltag selbst. In den iPad-Klassen werden wir digitale Schulbücher verwenden, so dass die Kinder deutlich weniger Gewicht zu tragen haben. Viele elektronische Lehrwerke enthalten zusätzliche Multimedia-Elemente wie Erklärvideos, Hörbeispiele und Übungen, die zur Vertiefung des Lernstoffs eingesetzt werden können.

Außerdem kann mit Hilfe des iPads einfacher differenziert und im eigenen Lerntempo gearbeitet werden, ohne dass dafür gedrucktes Material bereitgehalten werden muss. So können die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsinhalte üben und vertiefen, während sie eine sofortige Rückmeldung erhalten, ob die eingegebenen Antworten korrekt waren. Mit Hilfe von Feedback-Tools kann die Lehrkraft aber auch zügig von vorn ermitteln, inwieweit eine Erklärung von allen verstanden wurde. Gleichzeitig ist es dabei möglich die nonverbale Beteiligung der stilleren Kinder besser zu berücksichtigen.

Durch die Internetanbindung eignen sich die Geräte außerdem zum Nachschlagen und Recherchieren. So können zügig tagesaktuelle Informationen abgegriffen werden anstatt auf gedruckte Materialien zurückzugreifen, die möglicherweise veraltet sind. Dabei lässt sich auch gut das Finden und Erkennen zuverlässiger Informationsquellen einüben.

Dadurch dass nun alle Schülerinnen und Schüler ein Gerät besitzen, mit dem täglich gearbeitet wird, kann die Lehrkraft leichter die ganze Klasse auf elektronischem Weg mit Informationen versorgen.

Die digitale Welt bietet neue Möglichkeiten der Kooperation: mehrere Personen können gleichzeitig an einem Text oder an einer digitalen Pinnwand arbeiten. Auch die Palette der Lernprodukte wird durch das iPad erweitert: Es können nicht nur digitale Plakate erstellt werden, sondern auch interaktive Infografiken, Präsentationsfolien, Hörspiele oder Podcasts, Musikstücke und Erklärvideos.

Die iPad-Kamera bietet weitere neue Möglichkeiten. Sie kann beispielsweise genutzt werden, um Bewegungsabläufe im Sportunterricht zu analysieren, eine Theaterperformance auszuwerten oder ein naturwissenschaftliches Experiment in Slow-Motion abzuspielen.

Wird jetzt der ganze Unterricht digital stattfinden?

Nein, das iPad ist ein unterstützendes Schulwerkzeug, das den analogen Unterricht ergänzen soll. Wir möchten die Vorzüge des analogen Lernens mit den Chancen der digitalen Welt verbinden. Wie und in welchem Umfang die iPads eingesetzt werden, wird sich sicher auch von Lehrkraft zu Lehrkraft unterscheiden. Das vorrangige Ziel ist und bleibt, dass die Schülerinnen und Schüler optimal lernen.

Wie kann die Nutzung der iPads eingeschränkt werden?

Sobald sich die iPads auf dem Schulgelände befinden, werden alle privat installierten Apps automatisch ausgeblendet und können nicht genutzt werden.

Mit der App Apple Classroom kann die Lehrkraft im Unterricht steuern, welche Apps wann genutzt werden können. Es ist z.B. mit einem Knopfdruck möglich alle iPads der Klasse auf einmal zu sperren oder auf jedem iPad eine App zu öffnen, ohne dass zu einer anderen gewechselt werden kann.

Wenn Sie zu Hause die Nutzung des iPads einschränken möchten, wird Ihnen dafür die kostenlose App Jamf Parent zur Verfügung gestellt, die Sie auf Ihrem eigenen Smartphone oder über Ihren Computer nutzen können. Sie ermöglicht es, bestimmte Apps auf dem Schul-iPad zu bestimmten Zeiten zu sperren bzw. nur ausgewählte Apps zuzulassen. So könnten beispielsweise für die Zeit von 14 bis 16 Uhr nur die Programme genehmigt werden, die für die Bearbeitung der Hausaufgaben nötig sind. Diese Einschränkungen greifen jedoch nur, wenn sich das iPad nicht auf dem Schulgelände befindet.

Verbringen die Kinder nicht bereits genug Zeit an elektronischen Geräten?

Ohne Frage verbringt die heutige Jugend viel Zeit hinter Bildschirmen und deshalb ist es wichtig, hier mit Maß vorzugehen. Gleichzeitig müssen jedoch hinsichtlich des schulischen Einsatzes der iPads vier Dinge bedacht werden:

  1. Unsere Welt wird zunehmend digitaler, so dass davon auszugehen ist, dass die meisten Berufe in Zukunft ohnehin mit mehr “Bildschirmzeit” verknüpft sein werden als noch eine Generation zuvor. Um die Heranwachsenden auf die moderne Berufswelt angemessen vorzubereiten, ist der Einsatz von elektronischen Geräten unumgänglich und die meisten werden auch nach der Schulzeit beruflich viel an Bildschirmen arbeiten müssen.
  2. Erfahrungsgemäß lässt die Technikbegeisterung schnell nach – insbesondere wenn klar wird, dass die iPads im Unterricht nur für Lernzwecke eingesetzt werden.
  3. Wie bereits erwähnt, werden die iPads als zusätzliches Unterrichtswerkzeug eingesetzt. Sie stellen also – auch was den zeitlichen Umfang ihrer Nutzung angeht – nur eine Ergänzung dar. Allein aus didaktischen Gründen ist ein regelmäßiger Wechsel der Methoden und Lernmittel erforderlich.
  4. Das, was die Zeit an elektronischen Geräten besonders problematisch macht, ist nicht die Arbeit an einem Bildschirm an sich, sondern (a) der meist passive Medienkonsum, d.h. die Berieselung durch Filme oder Spiele und (b) die ausgiebige Nutzung von Social Media. Im Schulgebrauch wird beides jedoch keine Rolle spielen. Stattdessen soll das iPad vor allem auf eine aktive und kritisch-reflektierte Weise genutzt werden.

Hat ein Schul-iPad sonstige Nachteile?

Internet-fähige Geräte bergen Gefahren – unabhängig davon, ob sie in der Schule verwendet werden oder privat. Die folgenden Szenarien betreffen also ebenso die Smartphone- und Computer-Nutzung und können auch zu Hause und unterwegs geschehen:

  1. Die Kinder sitzen zu lange hinter dem Bildschirm. Dieser Punkt wurde in der vorigen Frage behandelt.
  2. Die Kinder gebrauchen das iPad zu oft für passiven Medienkonsum. Da auf dem Schulgelände alle privat installierten Apps automatisch deaktiviert sind und die Geräte in den Pausen nicht genutzt werden dürfen, fällt diese Herausforderung in erster Linie in den häuslichen Gebrauch. Dort können Sie wie weiter oben beschrieben die App Jamf Parent nutzen, um die Nutzung einzuschränken.
  3. Die Kinder nutzen Social Media wie Instagram und TikTok und sind den damit verbundenen Gefahren ausgesetzt. Da Social Media über jeden Internet-Browser erreichbar sind, lassen sie sich auf dem Schulgelände nicht grundsätzlich deaktivieren. Erfahrungsgemäß nutzen die Schülerinnen und Schüler dafür jedoch in erster Linie ihre Smartphones, so dass dieses Problem durch das iPad nicht verstärkt werden sollte. Während des Unterrichts wird die Nutzung des iPads dann durch die Lehrkraft gesteuert.
  4. Die Kinder sehen sich jugendgefährdende Inhalte an. Dies ist ebenfalls eine reale und ernst zu nehmende Gefahr. In der Schule haben wir einen über viele Jahre erprobten Internetfilter, der die meisten problematischen Inhalte unterbindet. Schlupflöcher gibt es jedoch immer. Daher ist es wichtig, dieses Thema im Blick zu haben. Auch zu Hause erhalten Sie den sichersten Schutz vor schädlichen Inhalten mit Hilfe eines Internetfilters, der am besten direkt am WLAN-Router eingestellt wird. Höherwertige Router (z.B. die FritzBox der Firma AVM) sind in der Lage für jedes Gerät eine individuelle Filterliste zu erstellen, so dass die Beschränkung dem Alter des Familienmitglieds angepasst werden kann. All das ersetzt selbstverständlich nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Kind, um für die Gefahren zu sensibilisieren und möglichst Verständnis für die Maßnahmen zu schaffen.

Was passiert mit den iPads in den Pausen?

Während der Pausen bleiben die iPads im Klassenzimmer, welches von der Lehrkraft abgeschlossen wird. Die Pausenaufsicht, die dafür zuständig ist, dass alle Kinder in die Pause gehen, überprüft, dass alle Klassenzimmer abgeschlossen sind.

Werden digitale Schulbücher verwendet?

In der Regel werden ab sofort digitale Schulbücher zum Einsatz kommen. Da wo es pädagogisch sinnvoll ist, können auch noch gedruckte Bücher verwendet werden (z.B. bei Atlanten). Die Arbeitshefte werden in jedem Fall in analoger Form angeschafft.

Warum wird kein iPad-Stift genutzt?

Die Schulleitungen haben entschieden, in Klasse 7 weiter am analogen Schreiben festzuhalten. Das Schreiben auf dem iPad besitzt eine ganze andere Haptik (Plastik auf Glas) als das Schreiben mit Füller und Papier. Wir glauben, dass in Jahrgang 7 letzteres zu bevorzugen ist, um (a) die Feinmotorik zu stärken, (b) die Schreibausdauer auf Papier zu trainieren, damit die SuS für längere Klassenarbeiten gewappnet sind, und (c) weiterhin auf saubere Heftführung achten zu können.

Diese Entscheidung gilt vorerst für ein Jahr. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in höheren Stufen die klassenweite Stiftnutzung eingeführt wird.

Was sagen Sie dazu, dass Menschen Informationen schlechter speichern können, wenn es digital gesehen wird anstatt auf Papier?

Es gibt einige Studien, die das nahe legen. Dies wird oft mit dem sogenannten „Google-Effekt“ in Verbindung gebracht: unser Gehirn scheint sich Informationen schlechter zu merken, die mit Hilfe des Internets leicht wiedergefunden werden können. Ebenso merken wir uns Wegbeschreibungen schlechter, seitdem wir jederzeit auf unsere Handy-Navigation zurückgreifen können. Hier arbeitet unser Gehirn also sehr effizient: was jederzeit und an jedem Ort nachgeschlagen werden kann, muss nicht abgespeichert werden. Dieser Effekt ist sehr ernüchternd. Er betrifft jedoch unsere ganze Gesellschaft. Um ihm zu entkommen, müssten wir das Internet wieder abschaffen.

Gleichzeitig bestätigt es uns darin, in Klasse 7 weiterhin am analogen Schreiben festzuhalten. Indem die zentralen Unterrichtsinhalte auf Papier notiert werden, wird dem Kopf ihre Wichtigkeit signalisiert.

Ob ein digitales Schulbuch wirklich schlechter abschneidet als ein gedrucktes, oder ob sich der geringere Lerneffekt des digitalen Lesens in erster Linie auf Internetseiten bezieht, die durch ihre Animationen, ihre beweglichen, scrollbaren Seiten und ihre häufige Kurzlebigkeit dem Gehirn möglicherweise eine „Vergänglichkeit“ suggerieren, wird wahrscheinlich erst nach längerfristigen Studien eindeutig zu beantworten sein.

Werden über das iPad auch Hausaufgaben gegeben?

Ja, das iPad wird auch bei den Hausaufgaben benötigt – schon allein weil es die Schulbücher enthält. Die vielfältige Art der iPad-Nutzung im Unterricht kann natürlich ebenso als Hausaufgabe Anwendung finden.

Ein Vorteil der individuellen iPads ist außerdem, das nun iPad-Projekte, die in der Schule begonnen wurden, zu Hause fertig gestellt werden können.

Wird im Krankheitsfall der Schulstoff über das iPad bereitgestellt?

Nein, die Lehrkräfte werden im Unterricht ausgeteiltes Material nicht zusätzlich digital bereitstellen, wenn jemand krank ist. Die Kinder sollen sich nach wie vor den verpassten Stoff bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern besorgen. Dies ist jedoch in Zeiten von Smartphones, Teams-Chat und iPad-Kamera einfacher denn je (verglichen mit den analogen Zeiten, in denen man noch bei jemandem vorbeifahren musste, um das Arbeitsblatt abzuholen).

Können eigene iPads verwendet werden?

Nein, das ist nicht möglich. Es gibt zwar Schulen, die die iPads von den Eltern anschaffen lassen, die dann kurz vor Schulbeginn in der Schule abgegeben und von der IT in die schulische Verwaltungssoftware (genannt: MDM) eingebunden werden. Die ahfs hat sich jedoch dafür entschieden nur selbst gestellte Geräte zu verwenden. Dies hat den Vorteil, dass bei einem Defekt das Gerät nicht von den Eltern an den Händler geschickt werden und auf Ersatz gewartet werden muss, sondern von Ihrem Kind sofort im Sekretariat gegen ein anderes Gerät eingetauscht werden kann.

Dürfen auf den Schul-iPads Apps für private Zwecke installiert werden?

Ja, Sie können auf dem Schul-iPad eine eigene Apple-ID einrichten und darüber Apps installieren. Wie oben beschrieben werden diese jedoch beim Betreten des Schulgeländes unsichtbar und können daher während der Schulzeit nicht verwendet werden. Wichtig ist, dass auf dem iPad immer genug Speicherplatz für den Schulbetrieb bleibt. Die Verwendung privater Apps darf das schulische Geschehen nicht beeinträchtigen.

Was passiert im Schadensfall?

Sobald das iPad einen Defekt aufweist, kann Ihr Kind damit zum Sekretariat gehen. Nachdem es dort ein Formular ausgefüllt hat, in dem es den Schaden beschreibt und ggf. wie es dazu gekommen ist, erhält es ein Ersatzgerät. Wenn das ursprüngliche iPad repariert werden kann, erhält Ihr Kind es anschließend zurück. Wenn nicht, bekommt es ein anderes iPad in vergleichbarem Wert bzw. Zustand.

Damit der Austausch funktioniert, ist es wichtig, dass alle Daten im „OneDrive“, dem Online-Speicherplatz von Microsoft, gespeichert werden. Dort steht jedem Kind ein Terrabyte (d.h. rund 1000 Gigabyte) Speicherplatz zur Verfügung.

Sind alle Schäden über die Schule abgedeckt?

Es sind alle Schäden abgedeckt – sowohl Softwarefehler als auch Glas- oder Flüssigkeitsschäden. Die ahfs übernimmt jedoch nur die Kosten für Schäden, die nicht mutwillig entstanden sind. Sollte ein Kind das iPad eines anderen Kindes beschädigt haben, muss dies über die jeweilige Haftpflichtversicherung geregelt werden.

Was passiert bei Verlust oder Diebstahl des iPads?

Sobald das Gerät im Sekretariat als verloren gemeldet ist, kann die IT die iPad-Ortung aktivieren. Daraufhin wird das iPad, sobald es ein beliebiges WLAN-Signal hat, die GPS-Koordinaten an die Geschäftsstelle übermitteln und sollte dadurch auffindbar sein.

Da die iPads in die Schulverwaltungssoftware (MDM) eingebunden sind, ist es für einen Dieb nicht möglich, das Gerät zurückzusetzen und für eigene Zwecke zu verwenden. Dadurch müsste der Anreiz, Schul-iPads zu klauen, sehr gering sein.

Sollte das iPad trotz Ortungsfunktion längerfristig nicht auffindbar sein, muss im Einzelfall über die weitere Vorgehensweise entschieden werden.

Wie lernt mein Kind das iPad zu bedienen?

Da wir bereits seit einigen Jahren mit iPad-Koffern arbeiten, sollte Ihr Kind bereits mit grundsätzlichen Funktionen vertraut sein. Zusätzlich entwickeln wir einen „iPad-Führerschein“. Mit kurzen Erklärvideos und einem Online-Test soll den Schülerinnen und Schülern die Bedienung des iPads vermittelt werden. Der Umgang mit den einzelnen Apps und Plattformen wird dann im laufenden Unterrichtsgeschehen erfolgen.

Wie werden die Lehrkräfte geschult?

Seit zwei Jahren bieten wir interne Kurzfortbildungen für unsere Lehrkräfte an, die besonders die Nutzung digitaler Technik zum Schwerpunkt haben. In der kommenden Zeit werden diese Schulungen in erster Linie die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von iPads im Klassenverband thematisieren und so den Lehrkräften eine gute Möglichkeit bieten, ihre Palette an digitalen didaktischen Methoden zu erweitern.

Gleichzeitig gibt es aber auch kommerzielle Anbieter wie Fobizz, die ebenfalls sehr praxisnahe virtuelle Fortbildungen anbieten, welche in der Regel umfangreicher sind und dadurch die Möglichkeit bieten, ein digitales Werkzeug noch detaillierter kennenzulernen. Diese werden wie unsere eigenen Schulungen als Fortbildungsmaßnahme anerkannt.

Ist die Anschaffung von Zubehör notwendig?

Ja, die Kinder sollen bitte an jedem Schultag eigene Kopfhörer mitbringen, damit sie jederzeit Audio- und Videomaterial anhören können. Die Kopfhörer werden nicht von der Schule angeschafft. Bitte achten Sie beim Kauf darauf, dass der Kopfhörer kabelgebunden ist (ohne Bluetooth).

Die iPad-Hülle und die Schutzfolie für den Bildschirm werden von der ahfs gestellt. Weiteres Zubehör ist nicht erforderlich.

Kann ein eigener iPad-Stift oder eine Tastatur verwendet werden?

Zur Bedienung des iPads ist beides möglich, wird jedoch für Klasse 7 nicht empfohlen. Zwei Dinge sind zu bedenken:

  • Wie oben erwähnt wird in Klasse 7 noch das analoge Schreiben auf Papier genutzt. iPad-Stift und Tastatur sollten also nicht zum Mitschreiben der Unterrichtsinhalte verwendet werden.
  • Bluetooth-Tastaturen sind im Klassenverband ungeeignet. Das iPad hat einen Smart-Connector, über den neuere Tastaturen ohne Funkverbindung betrieben werden können, die sich auch viel zuverlässiger verbinden lassen.

Welche Office-Programme werden verwendet?

Wir nutzen weiterhin Word, Powerpoint und Excel – die Office-Programme von Microsoft. Da sie nach wie vor in der Berufswelt zum Standard gehören, sollen unsere Schülerinnen und Schüler damit gut vertraut sein. Durch die Microsoft-Office-Schullizenz können wir diese iPad-Apps in vollem Umfang nutzen. Ihr Kind kann außerdem von jedem beliebigen Browser auf die Online-Versionen zugreifen. Es ist neuerdings auch möglich, dass Ihr Kind über das Microsoft-Portal die Vollversion dieser Programme auf einem privaten Computer installieren kann. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass unsere IT dafür keinen Support anbietet.

Dass gelegentlich auch die Office-Programme von Apple zum Einsatz kommen (Pages, Numbers und Keynote) ist nicht ausgeschlossen.

Werden alle Kinder einen Spind mit Lademöglichkeit mieten können?

Ja, es ist für jedes Kind ein Spind mit Lademöglichkeit vorhanden.

Gibt es einen Weg am iPad vorbei?

Nein, die Vorteile der iPads sind nur gegeben, wenn die ganze Klasse damit arbeiten kann. Daher ist es notwendig, dass alle Schülerinnen und Schüler ein iPad haben und nutzen.

Wir haben jedoch Verständnis, wenn es Vorbehalte gegenüber der digitalen Technologie gibt. Uns ist bewusst, dass das iPad auch Gefahren birgt (siehe oben). Die Argumente von Kritikern wie Manfred Spitzer sind uns bekannt. Sie richten sich jedoch besonders gegen die intensive Nutzung digitaler Geräte in Kindergarten und Grundschule. Die abnehmende Aufmerksamkeitsspanne und Frustrationstoleranz hat sehr viel mit dem Medienkonsum der Kinder im Grundschulalter zu tun. Da in Klasse 7 bereits fast alle Schülerinnen und Schüler ein eigenes Smartphone besitzen und regelmäßig digitale Inhalte konsumieren, dürfte das Schul-iPad somit keine „neuen Probleme“ erzeugen, höchstens bestehende Effekte verstärken.

Unser Ziel ist, uns die didaktischen Vorteile des iPads (siehe oben) durch eine pädagogisch sinnvolle und entsprechend eingeschränkte Verwendung zu Nutze zu machen und dabei die Gefahren und schädlichen Auswirkungen zu minimieren. Unsere Hoffnung ist, dass Sie im Laufe der Zeit diese Vorteile ebenfalls schätzen lernen und wir so gemeinsam mit Ihnen einen Weg beschreiten können, der das iPad für Ihr Kind zu einem „normalen“ und neutralen Lernwerkzeug macht, das Ihr Kind optimal lernen lässt und dadurch gut auf die Zukunft vorbereitet wird.